Für pflegende Kinder und Jugendliche – Young Carers

Wenn Eltern, Großeltern oder andere Angehörige an Demenz erkranken, betrifft das auch Kinder und Jugendliche. Hier finden Sie verständliche Erklärungen, Tipps für den Alltag und Anlaufstellen.
Wenn ein Elternteil oder ein Großelternteil an Demenz erkrankt, verändert sich der Alltag der ganzen Familie – auch für Kinder und Jugendliche. Manche von ihnen übernehmen ganz selbstverständlich Aufgaben im Haushalt, kümmern sich um Geschwister oder helfen direkt in der Pflege mit und werden damit zu sogenannten Young Carers. Diese Seite erklärt, was Demenz für Kinder und Jugendliche bedeutet, wie Sie das Thema altersgerecht ansprechen können und wo pflegende Kinder und Jugendliche in Österreich Unterstützung finden. Einen Überblick über alle Themen für erwachsene Angehörige finden Sie unter Für pflegende Angehörige.
Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben wir ein gratis Beratungsangebot. Andrea jetzt per mail kontaktieren.
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Risiko & Erblichkeit
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1Häufige Frage zu Risiko & Erblichkeit
Bei der häufigsten, im Alter auftretenden Form ist das Risiko für Kinder statistisch leicht erhöht, jedoch weit entfernt von einer Gewissheit, da die meisten Kinder betroffener Eltern nie selbst erkranken. Das tatsächliche individuelle Risiko hängt von vielen weiteren Faktoren wie Lebensstil und allgemeiner Gesundheit ab. Bei sehr früh erkrankten Eltern, insbesondere vor dem 65. Lebensjahr, kann eine genetische Beratung sinnvoll sein.
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Kommunikation
5Häufige Fragen zu Kommunikation
Erklären Sie in einfachen, altersgerechten Worten, dass das Gehirn krank ist und deshalb manche Dinge vergessen oder durcheinandergebracht werden. Betonen Sie, dass die Krankheit nicht ansteckend ist und Oma oder Opa die Kinder trotzdem lieb hat. Ermutigen Sie Kinder, Fragen zu stellen, und bereiten Sie sie auf ungewohnte Situationen vor.
Eine offene, sachliche Erklärung hilft meist mehr als Verschweigen, da Freunde dann besser verstehen, wie sie sich im Umgang mit dem Betroffenen verhalten können. Erklären Sie kurz, welche Verhaltensweisen zu erwarten sind, damit diese nicht als unhöflich missverstanden werden. Ermutigen Sie Freunde, weiterhin Kontakt zu halten.
Bereiten Sie im Vorfeld eine kurze schriftliche Übersicht vor, die wichtige Informationen wie bevorzugte Ansprache, Hörprobleme oder typische Trigger enthält. Weisen Sie das Personal darauf hin, langsam, in einfachen Sätzen und mit ausreichend Zeit zu sprechen. Bieten Sie an, bei Untersuchungen oder Gesprächen dabei zu sein. FELiX Demenzbegleitung und Andrea Stix, MSc können dazu ergänzende, praxisnahe Orientierung geben.
Erklären Sie kurz und sachlich die wichtigsten Punkte, etwa dass die Person eine Demenzerkrankung hat und daher manchmal verwirrt oder vergesslich wirken kann. Bitten Sie um Geduld und einfache, langsame Kommunikation. Bei wichtigen Anliegen bieten Sie an, das Gespräch zu übernehmen oder zu begleiten.
Erklären Sie einfach, dass die Krankheit dem Gehirn manchmal die Erinnerungen durcheinanderbringt, sodass Oma sich gerade nicht erinnern kann, wer das Kind ist, obwohl sie es liebt. Betonen Sie, dass dies nichts mit dem Kind selbst zu tun hat. Ermutigen Sie das Kind, trotzdem freundlich zu bleiben.
Persönliche Unterstützung bei Demenz
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