Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme oder Schwierigkeiten, sich an bestimmte Dinge zu erinnern, können viele Ursachen haben. Nicht jede Veränderung der geistigen Leistungsfähigkeit bedeutet automatisch, dass eine Demenz vorliegt.
Mit dem kostenlosen FELIX Kognitions-Check können Sie anhand einiger einfacher Aufgaben verschiedene kognitive Fähigkeiten ausprobieren. Der Check umfasst unter anderem Orientierung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Sprache und logisches Denken.
Die Durchführung dauert ungefähr 7–10 Minuten.
Wichtig: Der FELIX Kognitions-Check ist kein medizinisch validierter Demenztest und stellt keine Diagnose. Das Ergebnis kann eine Demenz weder bestätigen noch sicher ausschließen.
FELIX Kognitions-Check starten
Für den Check benötigen Sie keine Registrierung. Suchen Sie sich möglichst einen ruhigen Ort und bearbeiten Sie die Aufgaben ohne Hilfe anderer Personen.
Ihre Antworten werden nicht gespeichert oder an unseren Server übertragen. Die Auswertung erfolgt direkt in Ihrem Browser.
Kognitions-Check
Ein kurzer Selbstcheck mit Aufgaben zu Orientierung, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Sprache, Denken und verzögertem Erinnern.
- Dauer: ungefähr 7–10 Minuten
- Keine Registrierung erforderlich
- Keine Speicherung oder Übertragung Ihrer Antworten
- Bitte möglichst ohne Hilfe anderer Personen durchführen
- Am besten in ruhiger Umgebung und ohne Zeitdruck
Orientierung
Wählen Sie den heutigen Wochentag und den aktuellen Monat aus.
Merkfähigkeit
Merken Sie sich diese fünf Begriffe. Sie werden später danach gefragt.
Aufmerksamkeit
Welche Zahl folgt logisch?
Konzentration
Beginnen Sie bei 40 und ziehen Sie gedanklich jeweils 3 ab. Welche Zahl kommt nach 31?
Sprache und Begriffszuordnung
Welcher Begriff passt nicht zu den anderen?
Schlussfolgern
Lesen Sie die Aussage aufmerksam.
Eigene Wahrnehmung im Alltag
Diese Frage wird nicht als Testaufgabe gewertet. Sie hilft, das Ergebnis sinnvoll einzuordnen.
Verzögertes Erinnern
Welche fünf Begriffe sollten Sie sich zu Beginn merken? Geben Sie so viele ein, wie Ihnen einfallen.
Ihre persönliche Übersicht
Datenschutz: Der Check läuft vollständig in Ihrem Browser. Das Plugin speichert und überträgt standardmäßig weder Antworten noch Ergebnisdaten.
Was ist ein Kognitions-Check?
Kognition beschreibt verschiedene geistige Fähigkeiten, die wir im Alltag benötigen. Dazu gehören beispielsweise Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Orientierung, Sprache, Wahrnehmung und problemlösendes Denken.
Veränderungen in einem oder mehreren dieser Bereiche können sehr unterschiedliche Ursachen haben.
Neben neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit können beispielsweise auch Schlafmangel, Stress, depressive Erkrankungen, bestimmte Medikamente, Stoffwechselstörungen sowie Seh- oder Hörprobleme die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen.
Deshalb darf das Ergebnis eines kurzen Online-Checks niemals isoliert als Hinweis auf eine bestimmte Erkrankung interpretiert werden.
Die aktuelle S3-Leitlinie Demenzen weist darauf hin, dass kognitive Kurztests zur Erkennung kognitiver Beeinträchtigungen beitragen können. Bei Verdacht auf eine leichte kognitive Störung oder leichte Demenz kann jedoch eine weiterführende neuropsychologische Diagnostik erforderlich sein.
Welche Bereiche werden im FELIX Kognitions-Check überprüft?
Der FELIX Kognitions-Check enthält unterschiedliche kurze Aufgaben. Dadurch wird nicht nur die Gedächtnisleistung betrachtet.
1. Orientierung
Sie beantworten einfache Fragen zur zeitlichen Orientierung.
Die zeitliche Orientierung kann sich bei verschiedenen kognitiven Erkrankungen verändern. Einzelne Fehler besitzen jedoch für sich allein keine diagnostische Aussagekraft.
2. Merkfähigkeit
Zu Beginn des Checks werden Ihnen mehrere Begriffe gezeigt, die Sie sich merken sollen.
Damit wird eine alltägliche Form des kurzfristigen Einprägens von Informationen simuliert.
3. Aufmerksamkeit und Konzentration
Einfache Zahlen- und Denkaufgaben überprüfen, ob Informationen aufmerksam verarbeitet und über kurze Zeit gedanklich bearbeitet werden können.
4. Sprache und Begriffszuordnung
Eine weitere Aufgabe beschäftigt sich mit dem Erkennen und Zuordnen von Begriffen.
Sprachliche Fähigkeiten gehören zu den kognitiven Funktionen, die auch bei einer professionellen neuropsychologischen Untersuchung berücksichtigt werden können.
5. Logisches Schlussfolgern
Eine kurze Aufgabe erfordert das Erfassen von Zusammenhängen und eine einfache Schlussfolgerung.
6. Verzögertes Erinnern
Am Ende des Checks werden Sie erneut nach den zuvor eingeprägten Begriffen gefragt.
Damit liegt zwischen dem Einprägen und dem Abrufen der Informationen bewusst etwas Zeit.
7. Veränderungen im Alltag
Zusätzlich fragt der FELIX Kognitions-Check danach, ob Sie selbst in den vergangenen Monaten Veränderungen bei Gedächtnis, Orientierung, Sprache oder alltäglichen Tätigkeiten bemerkt haben.
Diese Selbsteinschätzung wird bewusst nicht mit den Testaufgaben zu einem medizinischen Punktwert verrechnet.
Beobachtete Veränderungen im Alltag können unabhängig von einem kurzen Testergebnis ein wichtiger Anlass für eine professionelle Abklärung sein.
Was bedeutet das Ergebnis des Kognitions-Checks?
Die Auswertung zeigt Ihnen, wie Sie die einzelnen Aufgaben bearbeitet haben.
Sie erhalten jedoch bewusst keinen Demenz-Risikoscore und keine Diagnose.
Es gibt beim FELIX Kognitions-Check deshalb auch keinen Grenzwert nach dem Muster:
„Ab einer bestimmten Punktezahl liegt wahrscheinlich eine Demenz vor.“
Eine solche Aussage wäre bei einem nicht klinisch validierten Online-Check medizinisch nicht gerechtfertigt.
Auch professionelle kognitive Kurztests reichen allein nicht aus, um eine Demenz zu diagnostizieren. Das National Institute on Aging weist darauf hin, dass Ergebnisse kurzer kognitiver Untersuchungen für sich genommen nicht zur Diagnose einer Demenz ausreichen.
Ein unauffälliges Ergebnis schließt eine Demenz nicht aus
Dieser Punkt ist besonders wichtig.
Wenn Sie alle oder fast alle Aufgaben des FELIX Kognitions-Checks lösen können, bedeutet dies nicht automatisch, dass keine leichte kognitive Störung oder beginnende Demenzerkrankung vorhanden sein kann.
Auch die S3-Leitlinie Demenzen beschreibt Grenzen kognitiver Kurztests. Insbesondere bei leichter oder fraglicher Demenz können solche Tests unauffällig bleiben oder bestimmte relevante kognitive Funktionen nicht ausreichend erfassen.
Entscheidend ist deshalb nicht nur ein Testergebnis, sondern auch die Frage:
Hat sich die geistige Leistungsfähigkeit gegenüber früher verändert?
Wann sollte ich Gedächtnisprobleme ärztlich abklären lassen?
Eine ärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn Veränderungen neu auftreten, zunehmen oder den Alltag beeinträchtigen.
Dazu können beispielsweise gehören:
häufiges Vergessen kürzlich geführter Gespräche oder Ereignisse,
wiederholtes Stellen derselben Fragen,
zunehmende Orientierungsschwierigkeiten,
Schwierigkeiten bei bisher vertrauten Tätigkeiten,
zunehmende Wortfindungs- oder Sprachprobleme,
Probleme bei Planung und Organisation,
auffällige Veränderungen von Verhalten oder Persönlichkeit,
oder Beobachtungen von Angehörigen, dass sich die geistige Leistungsfähigkeit verändert hat.
Auch wenn Ihr Ergebnis im FELIX Kognitions-Check unauffällig ist, sollten solche Veränderungen ärztlich abgeklärt werden.
→ Mehr erfahren: Demenz-Früherkennung
Wie wird eine mögliche Demenz professionell untersucht?
Die Diagnose einer Demenz besteht nicht aus einem einzelnen Test.
Zu einer medizinischen Abklärung können je nach individueller Situation unter anderem gehören:
ausführliche Anamnese,
Fremdanamnese durch Angehörige,
körperliche und neurologische Untersuchung,
Untersuchung der aktuellen Medikation,
kognitive Testverfahren,
neuropsychologische Diagnostik,
Laboruntersuchungen,
bildgebende Verfahren wie MRT oder CT
sowie bei bestimmten Fragestellungen weitere Biomarker-Untersuchungen.
Auch moderne Biomarker – beispielsweise aus Blut, Liquor oder bildgebenden Untersuchungen – werden im Zusammenhang mit anderen Untersuchungsergebnissen beurteilt. Das National Institute on Aging zu Biomarkern in der Demenzdiagnostik betont, dass kein einzelner Biomarker für sich allein eine Demenzdiagnose stellt.
→ Mehr erfahren: Demenz-Test und professionelle Testverfahren
Online-Kognitions-Check oder professioneller Demenztest – was ist der Unterschied?
Der FELIX Kognitions-Check dient ausschließlich dazu, sich mit einigen kognitiven Fähigkeiten auseinanderzusetzen.
Professionelle kognitive und neuropsychologische Untersuchungen gehen wesentlich weiter.
Dabei werden standardisierte und wissenschaftlich untersuchte Verfahren eingesetzt und die Ergebnisse unter anderem im Zusammenhang mit Alter, Bildung, Sprache, Krankengeschichte, Alltagsfähigkeiten und weiteren Untersuchungsergebnissen interpretiert.
Das ist mit einem frei zugänglichen Online-Selbstcheck nicht vergleichbar.
Warum bietet FELIX trotzdem einen Kognitions-Check an?
Viele Menschen bemerken Veränderungen bei sich selbst oder bei Angehörigen und wissen zunächst nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Der FELIX Kognitions-Check soll deshalb vor allem eines erreichen:
Aufmerksamkeit für kognitive Veränderungen schaffen, ohne vorschnell Angst vor einer Demenz zu erzeugen.
Er kann ein erster Anlass sein, sich mit dem Thema Gedächtnis und kognitive Gesundheit auseinanderzusetzen.
Wenn tatsächlich Veränderungen bestehen, ist der nächste sinnvolle Schritt jedoch nicht, immer wieder Online-Tests durchzuführen, sondern die Ursache professionell abklären zu lassen.
Häufige Fragen zum Kognitions-Check
Kann der FELIX Kognitions-Check feststellen, ob ich Demenz habe?
Nein. Der FELIX Kognitions-Check ist kein diagnostisches Verfahren und kann eine Demenz weder feststellen noch ausschließen.
Was bedeutet es, wenn ich mehrere Aufgaben nicht lösen konnte?
Zunächst bedeutet es lediglich, dass Ihnen einige Aufgaben dieses Checks Schwierigkeiten bereitet haben.
Dafür kann es zahlreiche Gründe geben – beispielsweise Müdigkeit, Stress, Ablenkung, Schmerzen, Medikamente, Seh- oder Hörprobleme oder andere gesundheitliche Faktoren.
Wenn Sie zusätzlich Veränderungen Ihrer geistigen Leistungsfähigkeit im Alltag bemerken, sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.
Was bedeutet es, wenn ich alle Aufgaben richtig gelöst habe?
Ein gutes Ergebnis ist kein Beweis dafür, dass keine kognitive Störung besteht.
Insbesondere frühe oder leichte Veränderungen können mit kurzen Aufgaben nicht zuverlässig ausgeschlossen werden.
Ist der FELIX Kognitions-Check ein wissenschaftlich validierter Test?
Nein. Der FELIX Kognitions-Check ist bewusst als niedrigschwelliger Orientierungs- und Informationscheck konzipiert.
Für eine professionelle Untersuchung werden standardisierte kognitive und neuropsychologische Testverfahren verwendet.
Kann ich den Kognitions-Check für einen Angehörigen durchführen?
Die Aufgaben sollten grundsätzlich von der betreffenden Person selbst durchgeführt werden.
Für Angehörige ist häufig eine andere Frage wichtiger: Welche Veränderungen haben Sie gegenüber früher beobachtet?
Veränderungen von Gedächtnis, Orientierung, Verhalten oder Alltagsfähigkeiten sollten bei einer ärztlichen Untersuchung angesprochen werden.
Sie machen sich Sorgen wegen Gedächtnisveränderungen?
Wenn Sie bei sich selbst oder einem Angehörigen Veränderungen wahrnehmen, müssen Sie mit Ihren Fragen nicht allein bleiben.
Bei FELIX Demenzbegleitung unterstützen wir Betroffene und Angehörige dabei, Veränderungen besser einzuordnen, die nächsten Schritte zu strukturieren und mit den Herausforderungen einer möglichen oder bereits diagnostizierten Demenzerkrankung umzugehen.
Eine Demenzberatung ersetzt keine ärztliche Diagnostik – sie kann aber dabei helfen, mit der Situation besser umzugehen und weitere Schritte zu planen.
→ Persönliche Demenzberatung bei FELIX
Wissenschaftliche Grundlage
Weiterführende medizinische Informationen:
Die S3-Leitlinie Demenzen – Living Guideline 2026 der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) enthält evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Demenzerkrankungen und leichten kognitiven Störungen.
Das National Institute on Aging (NIA) – Assessing Cognitive Impairment in Older Patients informiert über die medizinische Erfassung kognitiver Veränderungen und erläutert, wann weiterführende Untersuchungen sinnvoll sind. Kurze kognitive Untersuchungen können Hinweise auf mögliche Beeinträchtigungen geben, reichen allein jedoch nicht aus, um eine Demenz zu diagnostizieren.
Medizinischer Hinweis
Die Inhalte dieser Seite und der FELIX Kognitions-Check dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder individuelle medizinische Beratung.
Bei neu auftretenden, zunehmenden oder den Alltag beeinträchtigenden Veränderungen von Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Verhalten oder anderen kognitiven Fähigkeiten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Fachlich geprüft von Andrea Stix, MSc
Akademische Expertin für Demenzstudien
Gründerin der FELIX-Methode ©
Letzte fachliche Überprüfung: August 2026