Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen und Krankheitsprozesse, die zu einer Beeinträchtigung von Gedächtnis, Denken und anderen kognitiven Fähigkeiten führen können. Die einzelnen Demenzformen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ursachen, typischen Symptome und ihres Verlaufs.
Die häufigste Ursache einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Daneben gehören die vaskuläre Demenz, die Demenz mit Lewy-Körpern und die frontotemporale Demenz zu den wichtigen Demenzformen. Bei manchen Menschen liegen gleichzeitig Veränderungen verschiedener Erkrankungen vor. Man spricht dann von einer Mischdemenz.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Alzheimer-Krankheit für etwa 60–70 % der Demenzfälle verantwortlich. Die Grenzen zwischen verschiedenen Demenzformen sind jedoch nicht immer eindeutig und verschiedene krankhafte Veränderungen können gleichzeitig auftreten.
Wichtig: Nicht jede Gedächtnisstörung bedeutet automatisch Demenz. Auch Medikamente, Depressionen, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, ein Delir oder andere Erkrankungen können kognitive Beschwerden verursachen. Neu auftretende oder zunehmende Veränderungen sollten deshalb medizinisch abgeklärt werden.
Medizinisch geprüft von Andrea Stix, MSc, akademische Demenzexpertin
Was versteht man unter einer Demenz?
Eine Demenz ist keine einzelne Erkrankung. Vielmehr können unterschiedliche Erkrankungen des Gehirns zu einem Demenzsyndrom führen.
Dabei können unter anderem folgende Bereiche betroffen sein:
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Gedächtnis und Lernfähigkeit
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Aufmerksamkeit und Konzentration
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Sprache
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Orientierung
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Wahrnehmung
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Planung und Problemlösung
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Urteilsvermögen
-
Verhalten und Persönlichkeit
-
Fähigkeit, alltägliche Tätigkeiten selbstständig auszuführen
Welche Symptome zuerst auftreten und wie sich die Erkrankung entwickelt, hängt wesentlich von der zugrunde liegenden Ursache ab.
Auch deshalb können zwei Menschen mit derselben diagnostizierten Demenzform einen sehr unterschiedlichen Krankheitsverlauf erleben.
Wissenschaftliche Grundlage:
WHO – Dementia
National Institute on Aging – What Is Dementia?
Zu den wichtigsten Erkrankungen beziehungsweise Krankheitsgruppen, die eine Demenz verursachen können, gehören:
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Alzheimer-Krankheit
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vaskuläre Demenz
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Demenz mit Lewy-Körpern
-
frontotemporale Demenz
-
Mischformen verschiedener Erkrankungen
Daneben gibt es weitere, teilweise seltene neurologische Erkrankungen und andere medizinische Ursachen, die mit kognitiven Beeinträchtigungen oder einem Demenzsyndrom einhergehen können.
1. Alzheimer-Demenz
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz.
Charakteristisch sind krankhafte Veränderungen im Gehirn, unter anderem Ablagerungen beziehungsweise Veränderungen der Proteine Amyloid-beta und Tau. Im Verlauf werden Nervenzellen und ihre Verbindungen zunehmend beeinträchtigt.
Typischerweise entwickelt sich die Erkrankung langsam.
Zu möglichen frühen Symptomen gehören:
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zunehmende Schwierigkeiten, neue Informationen zu speichern
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wiederholtes Stellen derselben Fragen
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Vergessen kürzlich stattgefundener Ereignisse
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Wortfindungsstörungen
-
Orientierungsprobleme
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zunehmende Schwierigkeiten bei komplexen Alltagstätigkeiten
Im weiteren Verlauf können auch Sprache, Orientierung, Urteilsvermögen, Verhalten und die Fähigkeit zur selbstständigen Bewältigung des Alltags zunehmend beeinträchtigt werden.
Die konkrete Symptomatik und Geschwindigkeit des Verlaufs können sich jedoch von Mensch zu Mensch erheblich unterscheiden.
Wissenschaftliche Grundlagen:
National Institute on Aging – Understanding Different Types of Dementia
WHO – Dementia
S3-Leitlinie Demenzen 2026 – AWMF
2. Vaskuläre Demenz
Bei einer vaskulären Demenz entstehen kognitive Beeinträchtigungen infolge von Erkrankungen der Blutgefäße beziehungsweise einer verminderten oder unterbrochenen Blutversorgung bestimmter Bereiche des Gehirns.
Ursachen können beispielsweise Schlaganfälle oder Erkrankungen kleiner Hirngefäße sein.
Die Symptome hängen wesentlich davon ab, welche Gehirnregionen betroffen sind und wie ausgeprägt die Gefäßveränderungen sind.
Mögliche Symptome sind:
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verlangsamtes Denken
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Schwierigkeiten bei Aufmerksamkeit und Konzentration
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Probleme beim Planen und Organisieren
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eingeschränktes Urteilsvermögen
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Gedächtnisprobleme
-
Veränderungen des Gangbildes
-
neurologische Ausfälle nach Schlaganfällen
Der Verlauf muss dabei nicht zwangsläufig stufenförmig sein. Je nach zugrunde liegender Gefäßerkrankung sind unterschiedliche Verläufe möglich.
Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen gehören unter anderem Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, Bewegungsmangel und weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren.
Wissenschaftliche Grundlagen:
National Institute on Aging – Understanding Different Types of Dementia
WHO – Dementia
S3-Leitlinie Demenzen 2026 – AWMF
→ Lesen Sie hier mehr über vaskuläre Demenz.
3. Demenz mit Lewy-Körpern
Die Demenz mit Lewy-Körpern (DLB) ist mit krankhaften Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein in Nervenzellen verbunden. Diese Ablagerungen werden als Lewy-Körper bezeichnet.
Die Erkrankung kann neben kognitiven Veränderungen auch Bewegung, Schlaf, Wahrnehmung und autonome Körperfunktionen beeinflussen.
Besonders charakteristisch können sein:
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deutliche Schwankungen von Aufmerksamkeit und Wachheit
-
wiederkehrende visuelle Halluzinationen
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Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen wie Muskelsteifigkeit oder verlangsamte Bewegungen
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Störungen der räumlich-visuellen Wahrnehmung
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REM-Schlaf-Verhaltensstörung
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Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen
Gedächtnisstörungen müssen insbesondere zu Beginn nicht so stark im Vordergrund stehen wie bei einer typischen Alzheimer-Demenz.
Die genaue Diagnose ist wichtig, da sich die Behandlung und insbesondere die Verträglichkeit bestimmter Medikamente von anderen Demenzformen unterscheiden kann.
Wissenschaftliche Grundlagen:
National Institute on Aging – Lewy Body Dementia: Causes
Symptoms and Diagnosis
S3-Leitlinie Demenzen 2026 – AWMF
4. Frontotemporale Demenz (FTD)
Die frontotemporale Demenz gehört zu einer Gruppe neurodegenerativer Erkrankungen, bei denen insbesondere Nervenzellen im Frontal- und Temporallappen des Gehirns geschädigt werden.
Diese Gehirnregionen sind unter anderem für Verhalten, Persönlichkeit, Sprache, Planung und soziale Kontrolle von Bedeutung.
Anders als bei einer typischen Alzheimer-Demenz stehen deshalb zu Beginn nicht immer Gedächtnisprobleme im Vordergrund.
Mögliche frühe Veränderungen sind beispielsweise:
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auffällige Persönlichkeitsveränderungen
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Verlust sozialer Hemmungen
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impulsives oder unangemessenes Verhalten
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zunehmende Teilnahmslosigkeit
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Verlust von Empathie
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stereotype oder repetitive Verhaltensweisen
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Veränderungen des Essverhaltens
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Sprach- und Wortfindungsstörungen
Es existieren verschiedene Formen frontotemporaler Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem die behaviorale Variante der frontotemporalen Demenz (bvFTD) sowie Erkrankungen, bei denen Sprachstörungen im Vordergrund stehen.
Frontotemporale Erkrankungen können vergleichsweise früh auftreten und betreffen häufiger als andere Demenzformen Menschen im mittleren Lebensalter.
Wissenschaftliche Grundlagen:
National Institute on Aging – Frontotemporal Disorders
National Institute on Aging
Understanding Different Types of Dementia
S3-Leitlinie Demenzen 2026 – AWMF
5. Parkinson-Demenz und Lewy-Körper-Demenz
Die Parkinson-Krankheit und die Demenz mit Lewy-Körpern gehören zu Erkrankungen, bei denen Alpha-Synuclein-Ablagerungen eine wichtige Rolle spielen.
Bei manchen Menschen mit Parkinson-Krankheit entwickeln sich im Verlauf zusätzlich ausgeprägte kognitive Einschränkungen.
Für die diagnostische Unterscheidung spielt unter anderem der zeitliche Verlauf eine Rolle: Treten die kognitiven Einschränkungen erst deutlich nach den typischen motorischen Parkinson-Symptomen auf, kann eine Parkinson-Krankheit mit Demenz diagnostiziert werden.
Bei einer Demenz mit Lewy-Körpern treten kognitive Symptome dagegen vor, gleichzeitig mit oder relativ zeitnah zu den motorischen Symptomen auf.
Diese Unterscheidung sollte durch entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte erfolgen.
Wissenschaftliche Grundlage:
National Institute on Aging – Lewy Body Dementia
Mischdemenz: Wenn mehrere Veränderungen gleichzeitig auftreten
Nicht immer lässt sich eine Demenz eindeutig nur einer Erkrankung zuordnen.
Bei einer Mischdemenz liegen krankhafte Veränderungen verschiedener Demenzursachen gleichzeitig vor. Besonders bekannt ist die Kombination von Alzheimer-Pathologie und vaskulären Veränderungen.
Auch Alzheimer-Veränderungen und Lewy-Körper können gemeinsam vorkommen.
Deshalb können sich Symptome verschiedener Erkrankungen überschneiden. Eine genaue diagnostische Einordnung kann entsprechend anspruchsvoll sein.
Wissenschaftliche Grundlagen:
WHO – Dementia
Alzheimer’s Society – Mixed Dementia
Weitere Erkrankungen und behandelbare Ursachen kognitiver Störungen
Früher wurde häufig zwischen „primärer“ und „sekundärer Demenz“ unterschieden. Für Betroffene ist jedoch insbesondere wichtig zu verstehen, dass nicht jede zunehmende kognitive Beeinträchtigung automatisch durch eine irreversible neurodegenerative Demenzerkrankung verursacht wird.
Gedächtnis- und Denkstörungen können beispielsweise im Zusammenhang stehen mit:
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Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen von Medikamenten
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Stoffwechsel- und hormonellen Erkrankungen
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bestimmten Vitaminmangelzuständen
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Depressionen
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Infektionen und Delir
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Alkohol oder anderen Substanzen
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neurologischen Erkrankungen
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strukturellen Veränderungen des Gehirns
Ein Teil dieser Ursachen kann behandelbar oder zumindest beeinflussbar sein.
Deshalb gehört die Abklärung möglicher anderer Ursachen zu einer sorgfältigen Demenzdiagnostik.
Wissenschaftliche Grundlage:
National Institute on Aging – Assessing Cognitive Impairment in Older Patients
Alkoholbedingte Hirnschädigungen und Wernicke-Korsakow-Syndrom
Langjähriger hoher Alkoholkonsum kann das Gehirn auf unterschiedliche Weise schädigen. Heute wird hierfür unter anderem der Begriff alcohol-related brain damage (ARBD) verwendet.
Eine besondere Form ist das Wernicke-Korsakow-Syndrom, bei dem ein ausgeprägter Mangel an Thiamin (Vitamin B1) eine zentrale Rolle spielt.
Dabei können unter anderem schwere Gedächtnisstörungen und Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Informationen auftreten.
Die umgangssprachliche Bezeichnung „Alkoholdemenz“ ist medizinisch ungenau, da alkoholbedingte Hirnschädigungen nicht einfach einer klassischen neurodegenerativen Demenzform gleichgesetzt werden können.
Wissenschaftliche Grundlagen:
Alzheimer’s Society – Alcohol-related brain damage
Alzheimer’s Society – Wernicke-Korsakoff Syndrome
Die verschiedenen Demenzformen können ähnliche Symptome verursachen. Gleichzeitig können mehrere Erkrankungen gemeinsam vorliegen.
Eine Diagnose lässt sich deshalb nicht anhand eines einzelnen Symptoms oder eines Online-Demenztests stellen.
Zur medizinischen Abklärung können – abhängig von der individuellen Situation – unter anderem gehören:
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ausführliche Anamnese
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Fremdanamnese durch Angehörige
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körperliche und neurologische Untersuchung
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kognitive Testverfahren
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Laboruntersuchungen
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Prüfung der aktuellen Medikamente
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bildgebende Verfahren wie MRT oder CT
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in ausgewählten Fällen weiterführende Biomarker- oder Liquordiagnostik
Welche Untersuchungen erforderlich sind, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt anhand der individuellen Situation.
Die aktuelle S3-Leitlinie Demenzen 2026 enthält evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung verschiedener Demenzerkrankungen.
Wissenschaftliche Grundlage:
S3-Leitlinie Demenzen 2026 – AWMF
Warum eine genaue Diagnose wichtig ist
Die Unterscheidung der Demenzformen ist nicht nur eine medizinische Formalität.
Sie kann Auswirkungen haben auf:
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weitere diagnostische Untersuchungen
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medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
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Umgang mit bestimmten Medikamenten
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Beratung und Begleitung
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Einschätzung möglicher zukünftiger Veränderungen
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Gestaltung des Alltags
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Unterstützung von Angehörigen
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Vorausplanung von Betreuung und Versorgung
Gleichzeitig gilt: Eine Diagnose beschreibt eine Erkrankung – nicht den Menschen.
Menschen mit derselben Demenzform können unterschiedliche Fähigkeiten, Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Krankheitsverläufe haben. Eine individuelle Begleitung sollte deshalb nicht ausschließlich von der Diagnose, sondern immer auch von der persönlichen Lebenssituation und den vorhandenen Ressourcen ausgehen.
Wann sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen?
Eine medizinische Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn Gedächtnis-, Orientierungs-, Sprach- oder Verhaltensveränderungen neu auftreten, zunehmen oder den Alltag beeinträchtigen.
Dazu können beispielsweise gehören:
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wiederholtes Vergessen wichtiger Ereignisse
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zunehmende Orientierungsprobleme
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Schwierigkeiten mit bisher vertrauten Tätigkeiten
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deutliche Wortfindungs- oder Sprachprobleme
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auffällige Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen
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Probleme mit Planung, Finanzen oder Medikamenteneinnahme
Plötzlich auftretende Verwirrtheit ist dagegen nicht typisch für den langsamen Beginn einer Demenzerkrankung und sollte rasch medizinisch abgeklärt werden, da beispielsweise ein Delir, eine Infektion, ein Schlaganfall oder eine andere akute Erkrankung dahinterstehen kann.
Die Alzheimer-Krankheit ist weltweit die häufigste Ursache einer Demenz. Nach Angaben der WHO ist sie für etwa 60–70 % der Demenzfälle verantwortlich.
Quelle: WHO – Dementia
Zu den wichtigsten Demenzformen beziehungsweise Ursachen zählen Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, Demenz mit Lewy-Körpern und frontotemporale Demenz.
Quelle: National Institute on Aging – Understanding Different Types of Dementia
Ja. Verschiedene krankhafte Veränderungen können gleichzeitig auftreten. Besonders bekannt ist die Kombination aus Alzheimer- und vaskulären Veränderungen. Man spricht dann häufig von einer Mischdemenz.
Quelle: WHO – Dementia
Ist jede Demenz unheilbar?
Diese Frage erfordert eine Unterscheidung. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Lewy-Körper-Demenz oder frontotemporale Demenz sind derzeit nicht heilbar. Kognitive Störungen können jedoch auch andere Ursachen haben, von denen einige behandelbar oder teilweise reversibel sind. Deshalb ist eine medizinische Diagnostik wichtig.
Quelle: National Institute on Aging – Assessing Cognitive Impairment
Ist Vergesslichkeit automatisch ein Zeichen für Demenz?
Nein. Gelegentliche Vergesslichkeit kann auch beim normalen Altern vorkommen. Entscheidend ist unter anderem, ob Veränderungen zunehmen und die selbstständige Bewältigung des Alltags beeinträchtigen.
Quelle: National Institute on Aging – Memory, Forgetfulness and Aging
Persönliche Demenzberatung
Eine medizinische Diagnose beantwortet viele Fragen – im Alltag entstehen für Betroffene und Angehörige jedoch häufig neue:
Wie gehe ich mit den Veränderungen um? Wie spreche ich mit einem Menschen mit Demenz? Wie können vorhandene Fähigkeiten möglichst lange unterstützt werden? Und was können wir als Familie jetzt konkret tun?
In der FELIX Demenzberatung unterstützt Andrea Stix, MSc, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen dabei, die individuelle Situation besser zu verstehen und konkrete Möglichkeiten für den Alltag zu entwickeln.
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Die medizinischen Inhalte dieser Seite orientieren sich insbesondere an folgenden wissenschaftlichen und institutionellen Quellen:
Medizinischer Hinweis
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Bei neu auftretenden, zunehmenden oder den Alltag beeinträchtigenden kognitiven Veränderungen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei plötzlich auftretender Verwirrtheit oder anderen akuten neurologischen Symptomen ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.
Fachliche Prüfung: Andrea Stix, MSc, akademische Demenzexpertin
Letzte fachliche Aktualisierung: August 2026