vaskuläre Demenz

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Die familiäre Vorbelastung, einen Schlaganfall zu erleiden und in weiterer Folge an vaskulärer Demenz zu erkranken, ist vor allem bei jüngeren Personen gegeben. Bei über 70jährigen spielt die Genetik kaum mehr eine Rolle.

Da die Krankheit vorwiegend durch Hirninfarkte oder Schlaganfälle ausgelöst wird, hat diese Demenzform meist einen plötzlichen Beginn. Weitere Kennzeichen sind verlangsamte Denkprozesse sowie Gleichgewichts- und Gangstörungen.

Vorhandene Schäden können nicht rückgängig gemacht werden, da die Krankheit selbst nicht heilbar ist. Neben Medikamenten unterstützen individuelle kognitive Trainingseinheiten, den Krankheitsverlauf zu reduzieren.

Die vaskuläre Demenz entwickelt sich als Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn. Sie ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste Form von Demenz. Die beiden Demenzformen werden oft miteinander verwechselt. Außerdem gibt es Mischformen beider Demenzerkrankungen.

Risikofaktoren der vaskulären Demenz:

Verschiedene Faktoren begünstigen eine vaskuläre Demenz. Dazu zählen zum Beispiel Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen.

Ursachen für eine vaskuläre Demenz

  • Sie haben unbehandelten Bluthochdruck?
  • Sie bevorzugen große Portionen und fette Speisen?
  • Ihr Motto lautet: no sports?

Wenn Sie zu all diesen Faktoren noch gerne rauchen, dann haben Sie die besten Voraussetzungen für einen Schlaganfall und damit an Demenz zu erkranken!

Bestimmen Sie einfach selbst Ihren persönlichen Risikofaktor für einen Schlaganfall: https://www.strokeriskometer.com/

Die vaskuläre Demenz ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste Form und entwickelt sich als Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn. Die verminderte Sauerstoffzufuhr führt zu einem Absterben von Gehirnzellen.

Verlauf für eine vaskuläre Demenz

Studien (Leys et al.) belegen, dass von zehn Schlaganfall-Patienten eine Person an Demenz erkrankt und mit dem vierten Schlaganfall die Schwelle zur Demenz automatisch überschritten wird.

Es gibt unterschiedliche Auslöser für diese Demenzform:

  • Schon durch einen einzigen schweren Schlaganfall kann es zu starken Beeinträchtigungen im Gehirn kommen (post stroke dementia)
  • Bereits kleine Infarkte haben große Auswirkung auf die Kognition. Diese Mikroinfarkte in der Hirnrinde blockieren Verbindungen zu anderen Hirnregionen und die Gehirnzellen werden nicht mehr ausreichend versorgt. Auslöser dieser Multi-Infarkt-Demenz ist sehr häufig unregelmäßiger Herzrhythmus.
  • Jahrelang unbehandelter Bluthochdruck führt ebenfalls zur Schädigung der Blutgefäße im Gehirn aufgrund mangelhafter Durchblutung (Morbus Binswanger).

Demenz Vorbeugung für eine vaskuläre Demenz - 7 Maßnahmen

Mit diesen effektiven Maßnahmen lässt sich der Risikofaktor für eine vaskuläre Demenz erfolgreich reduzieren:

  1. Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Stoffwechsel
  2. Vermeidung einer cholesterinreichen Ernährung und von gesättigten Fetten, dafür täglich Obst und Gemüse sowie öfters Fisch auf den Speiseplan setzen
  3. Verzicht auf Nikotin
  4. Reduktion von Übergewicht
  5. Regelmäßige Bewegung
  6. Geistige Beschäftigung über die gesamte Lebenszeit
  7. Soziale Teilhabe bis ins hohe Alter

In der Fingerstudie finden Sie weitere Antworten in Bezug auf Demenz Vorbeugung

Die Lehren aus der Fingerstudie

Die FINGER-Studie behandelt folgende Fragestellung: 

Kann eine multidimensionale Intervention mit gesunder Ernährung, regelmäßiger körperlicher Betätigung, kognitivem Training und Behandlung von Risikofaktoren bei älteren Menschen das Auftreten kognitiver Störungen und deren Verschlechterung verhindern?

Die Lehren aus der FINGER-Studie finden Sie unter diesem Link: https://link.springer.com/article/10.1007/s15005-015-1438-1

Weitere Tipps gibt es in unserem Demenz Blog "Umgang mit Demenz lernen"