Mit Bewegung zur Begegnung!

Bewegung bedeutet Veränderung – entweder der körperlichen Position oder in der Gefühlswelt und daraus kann Begegnung entstehen. Um uns in Bewegung zu setzen brauchen wir einen Antreiber. Dieser Motor wird immer dann gestartet, wenn wir ein bestimmtes Bedürfnis befriedigen wollen. Das kann ein Ortswechsel sein, aber auch Veränderung unserer Haltung oder eine Gefühlsregung.

Für manche Menschen ist körperliche Aktivität ein Fixtermin in ihrem Kalender, weil ein positiver Ausdruck dahinter steht wie Freude und Spaß, Entspannung und Wohlbefinden. Mit Bewegung zur Begegnung lautet deren Motto, sich mit Gleichgesinnten bewegen und sozialen Kontakt pflegen ist oft die Basis für eine gute Freundschaft  Die meisten Menschen betrachten die körperliche Bewegung als notwendiges Übel und je höher das Lebensalter, desto weniger Antrieb ist vorhanden.

Dabei schützt regelmäßige Bewegung nicht nur vor Übergewicht, sondern hilft auch Alterungsprozesse hinten an zu halten, wie z.B. senken vom Blutdruck oder Vorbeugung von Gefäßverkalkung oder Zuckerkrankheit. Auch unser Gedächtnis profitiert, weil aufgrund der Aktivität, eine verbesserte Durchblutung und damit mehr Sauerstoff ins Gehirn gelangt. Mit Bewegung zur Begegnung bedeutet daher auch, seinen Körper mit seinem Geist und seiner Seele zu verbinden.

Gehörst du auch zu den Personen, die meinen:

Sport im Alter ist doch gefährlich! Mein Bewegungsapparat lässt dies nicht mehr zu! Dann kann ich dir guten Gewissens sagen: keine Sorge es geht nicht um sportliche Höchstleistungen oder darum, dass jemand schmerzverzerrt Körperverrenkungen vornimmt. Denn alles was nicht ständig geübt wird, gerät zunehmend in Vergessenheit.

Mit Bewegung zur Begegnung:

Je besser Menschen mit Demenz bewusst ihre Körperteile wahrnehmen und spüren, desto länger werden sie davon Gebrauch machen. Kleine Spaziergänge in der Natur regen zusätzlich die Sinne an, stärken das Immunsystem und ermöglichen den sozialen Kontakt mit anderen Personen.

Wenn pflegende Angehörige ein paar Dinge beachten, können sie viel dazu beitragen, dass fit-mach-mit Spaß bereitet: alle Übungen auf die körperlichen Gegebenheiten der erkrankten Person achten, jede Übung langsam und deutlich erklären und vorzeigen, den Betroffenen zum Mitmachen einladen und auf seine Mimik und Gestik achten, um eventuell auftretende Schmerzen wahrzunehmen.

Auch hier findet Bewegung mit Begegnung statt, nämlich im gemeinsamen Tun und Alltagsbewegungen wie niedersetzen, aufstehen oder Treppen steigen sind hilfreich für den Erhalt der Selbständigkeit.

Für Personen, welche aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht mehr sicher stehen oder nur mehr sitzen können, gibt es spezielle Gymnastik sowie Sitztänze. Auch kleine Bewegungsgeschichten und – lieder bringen gute Laune und sorgen für Abwechslung im täglichen Training. Mit Gegenständen und Farben arbeiten kann so ganz nebenbei die Sinne anregen und hat den Vorteil, dass Ausdauertraining von einigen Minuten mit den Betroffenen möglich werden. Bälle, bunte Tücher, Alltagsgegenstände wie Papprollen, Bierdeckeln, Wäscheklammern, Zeitungspapier können helfen den Bewegungsdrang zu erhöhen.

Daher mein Tipp: nicht warten, sondern noch heute starten!