Andrea Stix
akademische Demenzexpertin
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Demenz Krisenhotline

Alzheimer-Demenz

Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung und die häufigste Form von Demenz. Alois Alzheimer beschrieb erstmals die Symptome seiner Patientin Auguste Deter. In ihrem geschrumpften Gehirn fand er bei der Obduktion knäuelartige Gebilde, die sogenannten Plaques. Neben Alzheimer gibt es noch andere Demenzformen.

Der Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer gilt als Entdecker der Alzheimer-Demenz. Er arbeitete viele Jahre an der „Städtischen Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt. Dort behandelte er eine Patientin mit dem Namen Auguste Deter, die sich außer auf ihren Vornamen an nichts mehr erinnern konnte.

Nach dem Tod von Auguste Deter untersuchte er ihr Gehirn. Er fand Eiweißablagerungen und ordnete diese der Ursache für die Persönlichkeitsveränderungen von Frau Auguste Deter zu. Auguste Deter ist die erste Frau, bei der die Veränderungen im Gehirn beschrieben wurden. Sie wurde von ihrem Ehemann in die Anstalt gebracht, da sie sich innerhalb kurzer Zeit stark verändert hatte.

Sie war eifersüchtig geworden, konnte einfache Aufgaben nicht mehr verrichten, versteckte Gegenstände, fühlte sich verfolgt. Sie konnte sich kaum an mehr als ihren Vornamen erinnern und war misstrauisch, aggressiv und weinerlich. „Ich habe mich sozusagen verloren“, sagte Auguste Deter zu ihrem Arzt Alois Alzheimer.

Dieser entdeckte bei der Obduktion ihres Gehirns neben der Schrumpfung der Hirnrinde die heute bekannten Eiweißablagerungen. Diese Erkenntnis vor mehr als 100 Jahren ist die Grundlage der aktuellen Alzheimer-Forschung.

1907 veröffentlichte er diese Entdeckung:

Alzheimer A., Über eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde. Allgemeine Zeitschrift für Psychiatrie und Psychisch-gerichtliche Medizin. 64:146-8, 1907.
„Bei der Frau machte sich eine rasch zunehmende Gedächtnisschwäche bemerkbar, sie fand sich in ihrer Wohnung nicht mehr zurecht, schleppte die Gegenstände hin und her, versteckte sie, zuweilen glaubte sie, man wolle sie umbringen und begann laut zu schreien.“

Sein Vorgesetzter Dr. Emil Kraepelin nahm diese Krankengeschichte in einem Lehrbuch auf und nannte sie die „Alzheimersche Krankheit“.