Alois Alzheimer beschrieb die Krankheit 1907 aufgrund des Falls der Patientin Auguste Deter in Frankfurt am Main, 1910 wurde sie das erste Mal unter dem Namen „Alzheimer‘sche Krankheit“ erwähnt. Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung und eine Form von Demenz. Neben Alzheimer gibt es noch andere Demenzen, wie Frontotemporale Demenz oder vaskuläre Demenzen.

Alzheimer ist die am weitesten verbreitete degenerative Demenzform. Sie macht etwa 60 Prozent aller Demenzen aus.

Die Alzheimer Demenz beginnt schleichend und bleibt lange Zeit unentdeckt. Es gibt meistens schon jahrelang pathologische Veränderungen im Gehirn, bis die erkrankte Person eine Diagnose erhält.

Vergesslichkeit und erste Orientierungsprobleme können auftreten. Im Alltag macht sich dies bemerkbar, weil komplexe Aufgaben z.B.: kochen, Umgang mit Geld und Medikamenten zunehmend Probleme bereiten.

In weiterer Folge ist eine geordnete Alltagsstruktur alleine nicht mehr möglich. Denn es gehen Problemlösungsfähigkeit und Handlungsfähigkeiten z.B.: Haushaltsführung, Ankleiden, Körperpflege verloren.

Die Desorientierung nimmt zu und Sprachstörungen treten auf. Im schweren Stadium kommt es dann zum vollständigen Verlust der Alltagskompetenz. Inkontinenz, Agnosie und Verlust der Sprache und der Motorik bedeuten eine rundum Unterstützung durch Pflege- und Betreuungspersonal.

Alzheimer ist definiert durch das Vorhandensein von Ablagerungen – so genannten Beta-Amyloid-Plaques zwischen den Zellen sowie fadenförmigen Tau-Fibrillen in den Nervenzellen.

Alzheimer ist eine multifaktorielle Krankheit, es gibt also zahlreiche Ursachen. Neben einem genetischen Risikofaktor und epigenetischen Einflüssen sind Entzündungsprozesse beteiligt.

Der wichtigste nachgewiesene Risikofaktor ist hohes Alter. Bis heute gibt es keine ursächliche Behandlung, lediglich die Symptome können behandelt werden.

Neben medikamentöser Behandlung kann der Krankheitsverlauf durch ein an die Biografie und dem Krankheitsverlauf angepasstes Beschäftigungsprogramm verlangsamt werden – siehe auch mobile Demenzbegleitung

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Was sind Plaques?

Beta-Amyloid entsteht durch Zerfall des APP. Dieses kommt im gesamten Körper vor und wird in der Regel zur Entsorgung in kleine Komponenten zerteilt. Im Falle der Alzheimer Demenz gelingt dieser Abbau nicht und APP (Amyloid-Precursor-Protein) wird in unlösliches Beta Amyloid umgewandelt.

Dieses Eiweiß zieht aufgrund seiner klebrigen Konsistenz noch andere Bausteine „Abfall“ an und bildet die Plaques, regelrechte Eiweißklumpen, die hart und unauflöslich sind.

Die Plaques unterbrechen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen indem sie sich an die Nervenzellen heften und somit die Verbindung lahmlegen. Dadurch wird die Reizleitung unterbrochen und die Nervenzellen sterben ab.

Was sind Tangles?

Das Tau-Protein sorgt dafür, dass die Nervenzellen Nährstoffe bekommen. Bei chemischen Unfällen wird diese Struktur zerstört, die Nervenzellen bekommen keinen Nährstoff mehr und verhungern.

 

Buchtipps:

  • Arno Geiger „Der alte König in seinem Exil“
  • Werner Nussgraber „Wie kannst du nur“

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