Andrea Stix
akademische Demenzexpertin
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Demenz Krisenhotline

Heimeintritt bei Demenz

Es ist immer eine schwierige Entscheidung, einen geliebten Menschen ins Pflegeheim zu übersiedeln. Oft ist es aber der richtige Schritt zum Wohl aller Beteiligten. Der richtige Zeitpunkt ist von verschiedenen Faktoren wie dem Umfeld, dem Krankheitsverlauf und der familiären Situation abhängig und kann nur jeweils im Einzelfall bestimmt werden.

Der Übertritt in ein Heim ist in den seltensten Fällen ein Abschieben und schnelles Loswerden-wollen. Ein Familienmitglied übersiedelt in eine auf die Bedürfnisse abgestimmte Einrichtung. Denken Sie dabei nur an die Barrierefreiheit oder, dass die Betreuung rund um die Uhr gewährleistet ist z.B. kein Ausfall vom Pflegepersonal.

Angehörige von Menschen mit Demenz stehen hier vor einer besonderen Situation. Sie müssen meistens die Wahl ohne Einbezug der erkrankten Person treffen, weil die Fähigkeit zu planen eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.

In diesem Fall ist es oft hilfreich, die ganz persönliche Situation in einer Demenzberatung abzuklären. Gemeinsam wird ein individueller Maßnahmenkatalog erarbeitet, um eine Übersiedlung optimal vorzubereiten.

Häufige Fragen der Angehörigen sind z.B.:

  • Abwägen von für und wider
  • Optimale Vorbereitung für das erkrankte Familienmitglied
  • Umgang mit Schuldgefühlen der Angehörige

Sehr selten kommt es zu einer akuten Einweisung, z.B. direkt vom Krankenhaus in ein Pflegeheim. Meistens kann eine Heimaufnahme gut vorbereitet werden. In der Demenzbegleitung erfolgt eine Unterstützung für den gesamten Prozess einer Übersiedlung in ein Pflegeheim. Von den ersten Überlegungen bis inklusive Betreuung im Eingewöhnungsprozess von Menschen mit Demenz, abgestimmt auf die Wünsche und Bedürfnisse des gesamten Familiensystems.

Häufige Themen sind:

  • Voraussetzung: Aufnahmekriterien, Administratives und Finanzielles
  • Eingehen auf vorhandene Gefühle aller Beteiligten
  • Persönliche Begleitung am Tag des Heimeintritts

Für Menschen mit Demenz kann ein Heimplatz auch ein MEHR an Lebensqualität bedeuten.

Beispiele dafür sind:

  • Neue Gesprächspartner und Freunde
  • Angebot unterschiedlicher Aktivitäten
  • Geschultes Personal rund um die Uhr