Demenz und Finanzen – 6 Tipps

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Demenz und Finanzen – 6 Tipps
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Silhouette zweier Hände fotografiert mit Smartphone eine Lichterkulisse bei Nacht

Demenz und Finanzen / Bankgeschäfte sowie die Einhaltung von Terminen sind eine Herausforderung für an Demenz erkrankte Menschen

Verwandte Begriffe: Demenz Geld abheben, Demenz Geld verstecken, Demenz Bankgeschäfte. Diese sechs Tipps zeigen, wie Angehörige Menschen mit Demenz im Alltag bei Bankgeschäften, Geldabheben und der Nutzung von Technik unterstützen können.

Haben Sie sich schon mal überlegt, wie sich Menschen mit Demenz in der Welt von Smartphone, Tablets & Co zurechtfinden?

Vielleicht gehören Sie auch zu den Personen, die schon mal gelesen haben, dass Betroffene unter enormem Stress stehen, wenn der Alltag zur Herausforderung wird.

Dazu gehören mehr als Körperpflege, die richtige Auswahl der Kleidung oder die Einhaltung von Terminen und die finanziellen Themen.

Jedes Kind wächst heute mit Internet und App auf. Im Berufs- und Freizeitleben verwenden wir die digitalen Medien ganz selbstverständlich. Menschen mit Demenz können sich in der automatisierten Welt nur sehr schwer orientieren.

Digitale Welt und Demenz. Wenn jemand nicht mehr sein Mobiltelefon bedienen kann, verliert er zusehends den Kontakt zur Außenwelt. Vielleicht schafft der Betroffene zu Beginn noch, Gespräche entgegenzunehmen. Aber Freunde oder Kollegen anzurufen oder gar Nachrichten abzuhören oder zu lesen kann möglicherweise schon zu Beginn der Krankheit eine unüberwindbare Hürde sein.

Auch in anderen Alltagsbereichen haben Automaten die menschliche Arbeitskraft ersetzt. Die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels wird unmöglich, wenn man keine Fahrkarte lösen kann. Selbst für gesunde Menschen, die nur ab und zu unterwegs sind, ist dies keine einfache Aufgabe. Sie müssen gleich mehrere Schritte beachten: zunächst die Fahrtstrecke eingeben, dann den Tag und ev. eine Ermäßigung eingeben und schließlich noch die Handhabe mit der Bezahlung. Solch komplexe Anforderungen sind für Menschen mit Demenz oft eine große Überforderung.

Haben Sie schon einmal den PIN-Code Ihrer Bankomatkarte vergessen?

Können Sie sich noch erinnern, wie verzweifelt oder verärgert Sie waren?

Spätestens am nächsten Tag haben Sie aber Ihre Geheimzahl wieder im Kopf und Ihre Welt ist wieder in Ordnung. Menschen mit Demenz vergessen nicht nur die persönliche Identifikationsnummer, sondern auch, wie man vom Automaten Geld abhebt oder einzahlt.

Sie verlernen mit der Zeit, wie man eine Kaffeemaschine oder Waschmaschine bedient. Und selbst der Fernseher – für viele Menschen der einzige Kontakt zur Außenwelt – bleibt stumm, weil die Handhabung der Fernbedienung ein Problem darstellt.

Digitale Welt und Demenz. Damit Menschen mit Demenz ebenfalls die Vorteile der Technik nutzen können, braucht es die Achtsamkeit der begleitenden und pflegenden Bezugspersonen.

6 Tipps als Denkanstoß:

  1. regelmäßige Zahlungen auf Abbuchung oder Einzugsermächtigung umstellen
  2. Taschengeld statt Abhebung vom Automaten
  3. Gutscheine besorgen für den Friseur, Kaffeehausbesuch oder das Lebensmittelgeschäft
  4. Lieblingsprogramm sowie Lautstärke am Fernseher einstellen, sodass der Betroffene nur mehr ein- und ausschalten muss
  5. Sprechende Uhr und Haushaltsgeräte
  6. Mobiltelefone mit großen Tasten und Notruftaste besorgen

Gemeinsam mit dem Betroffenen Lösungen entwickeln, bei denen er auf seine Lebenserfahrung zurückgreifen kann und die seinem Krankheitsstadium entsprechen. Mit Unterstützung und viel Verständnis für die Problematik ist auch für Menschen mit Demenz ein gutes Leben in unserer digitalen Welt möglich. Neben diesen praktischen Alltagstipps lohnt es sich, auch die rechtliche Seite frühzeitig zu klären, etwa mit einer Vorsorgevollmacht oder Erwachsenenvertretung für Bankgeschäfte – so kann eine Vertrauensperson handeln, sobald die betroffene Person das selbst nicht mehr kann.

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